THEATER

WORKSHOP

Mo 11.05.2015 

10:00 - 14:00 Uhr

Individuelles Angebot für alle

Schultypen und Organisationen

im sonderpädagogischen Bereich

 

WORKSHOP-DAUER: 120 min. / max. 20 Teilnehmer je Block

 

BLOCKZEITEN:

10:00 Uhr

12:00 Uhr

 

Theater Delphin ist ein inklusives Theater für Menschen mit und ohne Behinderung und besteht seit 15 Jahren. Im Jahr produzieren wir 4-6 Stücke, vom bezaubernden Kindertheater, über Musiktheater mit CD-Produktion bis hin zum gesellschaftskritischen Drama. Ziel ist , dass jeder sich als kreativer Mensch erfahren und seine persönliche kulturelle Entwicklung fördern kann.Genetische Veranlagung, Herkunft oder sozialer Status sollten dabei kein Hindernis sein. Auch möchten wir einen Akzent für ein toleranteres und vorurteilfreies Zusammenleben setzen.

 

Theaterspiel bietet Kindern und Jugendlichen umfassende Möglichkeiten ihre Persönlichkeit zu entfalten und soziale Kompetenz zu erwerben, ihre Kreativität zu entwickeln und die eigenen Stärken ohne Leistungszwang zu entwickeln und zu erkennen. Durch das Aufgreifen von akuten sozialen Themen der SpielerInnen entwickelt der Spielende das Wahrnehmen mit allen Sinnen und auch die Sinne für Bewegung und Gefühle.So wird durch das spontane Handeln, Denken und Fühlen auch die Handlungs- und Schaffenslust geweckt.

 

In der inklusiven Theaterarbeit liegt der Schwerpunkt hauptsächlich

am Prozess des Entwickelns, der Wahrnehmung und der Kommunikation. Oft werden bei einigen Menschen mit Behinderungen Gefühle und Empfindungen spontaner und überraschender ausgelebt. Diese Spontaneität und das „Nicht kontrolliert Sein“ ist die Grundlage der Rollenarbeit.

 

Signale und Qualitäten jedes Einzelnen werden so in Szene gesetzt, dass Authentizität gewahrt bleibt. Lediglich Impulse für Szenenposition im Rahmen des Stückverlaufes werden gesetzt.

 

Die Umsetzung auf der Bühne wird durch die eigenständige Form und Kombination von Lichtraum, Musik Filmsequenzen, kreativen Kostümen, persönlicher Textgestaltung unterstützt. Es entsteht eine spezielle Ästhetik.

 

Das Publikum wird bezaubert und begeistert in unserer Theaterwelt und lernt wieder zu Staunen, zu Fühlen und zu Begreifen. Es eröffnet sich einer Welt der Offenheit und Toleranz, eine Welt voll Würde und Respekt.

 

Individuelle Programme je nach Bedürfnisse

und Möglichkeiten der Teilnehmer.

 

Ablauf basierend auf dem Konzept:

Spiel –Theater-Pädagogik

(Hinweis: TL bedeutet Teilnehmende – SPL bedeutet Spielleitung)

 

 

1. Warming up

 

Im Kreis – Im Raum – In der Gruppe.

Ein „Warming up“ vor der eigentlichen Probe ermöglicht die Konzentration auf die bevorstehenden gestalterischen Aufgaben und bahnt gewisse handwerkliche Fertigkeiten und Fähigkeiten an oder entwickelt sie weiter. In der Arbeit mit unterschiedlichen Altersgruppen habe ich die generelle Erfahrung gemacht, das die meisten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen allmählich ein Qualitätsbewusstsein entwickeln und stolz darauf sind, etwas zu können: Spiele, Übungen, Kunststücke, Szenen, Choreographien, Lieder, schwierige Abläufe

oder Texte

 

2. Improvisationsspiele und –übungen

    zum besseren Zusammenspiel

 

Improvisationsübungen und -spiele können in eine spätere Inszenierung durchaus eingebaut werden.

Die TL lernen, wie wesentlich es ist, auf die Mitspieler und ihr figürliches Verhalten zu reagieren. So entsteht lebendiges Spiel auf der Bühne.

 

3. Atemübungen

 

Atemlockerungen durch Bewegung, Dehnung, fließende Bewegung, Entspannung, Belebung, und Vertiefung der Atmung, insbesondere der Bauchatmung

 

4. Stimmübungen

 

Tragfähigkeit und Volumen der Stimme wird „erlernt“ Drei Dinge sind dafür entscheidend: eine große Kieferöffnung, die richtige Sprechstimmlage und eine deutliche Artikulation. Spannungsregulierende Resonanzübungen, Körperresonanzübungen, Raumresonanzübungen, Schwelltonübungen, Zungen- und Lippentraining, Mundgymnastik, Artikulations- und Stimmvolumsübungen

 

5. Anwendung rhythmischer Elemente

 

Die Musik ist ein wesentliches Element der Rhythmik. Melodie, Harmonie und Rhythmus einer Musik beeinflussen Körper und Geist, indem sie beruhigen oder anregen, auffordern oder entspannen und Emotionen auslösen. In Liedern, mit Instrumenten oder durch die Stimme steht die Musik immer in Wechselbezug mit der Bewegung. Die Musik ist somit Impuls und Begleiter der Bewegung.

 

6. Ausgangspunkte für eine Stückentwicklung ohne Textvorlage

 

Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Spielfähigkeit der Gruppe und eine Vermittlung von theaterhandwerklichen Grundlagen.

 

6.1. Ausgangpunkt: Bild/ Foto/ Standbild/ Szene

 

Ausgehend von dem Bild/ Foto soll die Kleingruppe die Szene, welche auf dem Bild/ Foto dargestellt ist, darstellen. Dann sollt sie sich überlegen, wie es zu dieser Szene gekommen ist und wie die Szene weiterging. So entstehen drei Elemente mit der Szene auf dem Bild/ Foto in der Mitte. Es können schon Dialoge dazu entwickelt werden, Figuren, Übergänge von einem Bild zu nächsten, sodass eine nachvollziehbare Abfolge entsteht.

Anschließend präsentieren wir das so gewonnene szenische Material vor der gesamten Gruppe. Was fällt uns auf, was vermittelt sich, was sehen wir? Wie könnte es weitergehen?

Die Szenen könnten nun erweitert werden, oder wir könnten probieren, die Szene umzubesetzen, oder wir spielen sie unter dem Einfluss bestimmter Atmosphären (tragisch – albern – bösartig – streitsüchtig – liebevoll –fröhlich), oder in unterschiedlichen Genres (Western – Albtraum – Kriminalfall – echtes Drama – Musical – Abenteuerfilm)

 

6.2. Ausgangspunkt: Satz

 

Zunächst verteilt die SPL nun Sätze, die mit einem Thema (Zeit, Mode, Gewalt, Konsumrausch, Alkohol ) zu tun haben. Durch verschiedene Übungen und Spiele mit diesen Sätzen gelangen wir ebenfalls zu ersten Szenen.

 

6.3. Ausgangspunkt: Requisit (hier: ein Stuhl)

 

Wir arbeiten mit Stühlen als Requisit und erhalten so Impulse und Ideen für ein Theaterprojekt.

 

6.4. Ausgangspunkt: Figuren

 

Figuren bilden oft das Zentrum in der Theaterarbeit mit Jugendlichen. An ihnen sind sie interessiert, mit Figuren können sie sich identifizieren, sie sind oft der eigentliche Grund, warum Jugendliche Theater spielen. Deshalb gehen wir in unserer Arbeit auch sehr von der Arbeit mit und an Figuren aus.

 

6.5. Ausgangspunkt: Selbstgeschriebene Textteile der TL

Kleine Szenen und Dialoge zu Textteilen werden improvisiert und weiterentwickelt.

 

IHRE ANSPRECHPARTNER:

 

Gabriele Weber 

Gesamtleitung

Tel: 0664/5018164

g.weber@theater-delphin.at

 

Georg Wagner 

Gesamtleitung

Tel: 0676/9203386

g.wagner@theater-delphin.at

www.theater-delphin.at

 

 

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